
Die Zauberflöte – Winterklang Salzburg
Mozarts „Zauberflöte“ in Rolando Villazóns Inszenierung der Mozartwoche 2026 – im Film verbunden mit Tanzszenen in Salzburgs winterlicher Altstadt.
Bei der Mozartwoche 2026 hat Rolando Villazón Mozarts „Zauberflöte“ als letztes inneres Theater des sterbenden Komponisten inszeniert. Der Film führt diese Idee weiter: Was Tamino, Pamina oder Papageno auf der Bühne erleben, wird in der winterlichen Salzburger Altstadt zu Bewegung. Die Bühne erzählt, was geschieht; die Stadt zeigt, wie es sich für die Figuren anfühlt.
Musikalisches und szenisches Fundament ist die Aufzeichnung der Aufführung im Haus für Mozart, mit Mozart selbst als Bühnenfigur. Für das Fernsehen wird sie neu montiert und auf die Kerngeschichte der Oper verdichtet – ohne gesprochene Dialoge, ohne Kommentar. Die Außenszenen entstehen mit der Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) als choreografischem Partner. Ihre Tänzer*innen spielen keine Opernrollen nach; sie übertragen Gefühle wie Sehnsucht, Vertrauen oder Verzweiflung in Bewegung – in engen Gassen, Arkadenhöfen und Durchhäusern, zur blauen Stunde, in der Nacht oder bei Tagesanbruch.
Der Film beginnt in Salzburgs winterlicher Altstadt. Mozart fällt unvermittelt ins Bild, richtet sich auf, klopft sich ab und sieht sich um. Ein Schnitt führt zu Mozart am Klavier auf der Bühne und damit in die Welt seines inneren Theaters. Im weiteren Verlauf verbinden Blicke, Gesten und musikalische Phrasen die Opernbühne mit der Stadt. Mozart sieht dort auch die Tanzenden, ohne von ihnen wahrgenommen zu werden. Am Ende lässt er diese Welt los; das letzte Bild gehört den Tanzenden und dem Morgen über Salzburg.



Fotos: © Werner Kmetitsch
Eckdaten
- Werk
- W. A. Mozart: Die Zauberflöte KV 620
- Länge
- 90 Min.
- Englischer Titel
- The Magic Flute – Sound of Winter Salzburg
Credits
- Bühneninszenierung
- Rolando Villazón
- TV-Regie
- Volker Werner
- Idee und Buch
- Martin Pichl
- Tanz
- Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD)
- Koproduktion
- SCARLATTI Arts, ORF/3sat und ORF
- Gefördert von
- Fernsehfonds Austria und Land Salzburg

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