
KORNGOLD – Der Klang von Hollywood kam aus Wien
Wie ein Wunderkind aus Wien im amerikanischen Exil den symphonischen Klang Hollywoods prägte – ein Dokumentarfilm über Erich Wolfgang Korngold.
Los Angeles, 23. Februar 1939: Für die Musik zu „The Adventures of Robin Hood“ erhält Erich Wolfgang Korngold den Oscar. Der in Brünn geborene und in Wien aufgewachsene Komponist wird in Hollywood für einen Klang ausgezeichnet, der das Kino prägen wird. Doch die Welt, aus der diese Musik kommt, ist bereits zerbrochen: Nach dem „Anschluss“ Österreichs wird die jüdische Familie Korngold verfolgt und enteignet, seine Musik verschwindet aus dem öffentlichen Kulturleben.
Der Film folgt Korngolds Weg von Brünn über Wien nach Los Angeles. Gustav Mahler, Alexander Zemlinsky und Richard Strauss werden früh auf ihn aufmerksam; 1920 gelingt ihm mit der Oper „Die tote Stadt“ der internationale Durchbruch. 1934 führt ihn Max Reinhardt erstmals nach Hollywood; aus dem künstlerischen Auftrag wird wenige Jahre später eine Rettung. Bei Warner Brothers gibt Korngold mit seiner Musik zu Filmen wie „Captain Blood“, „The Adventures of Robin Hood“ und „The Sea Hawk“ dem klassischen Hollywood-Film seinen großen orchestralen Klang. Briefe, Partituren, Familienmaterial und historische Dokumente erzählen von Flucht und Verlust, von der ersten Rückkehr nach Wien 1949 und von der späten Wiederentdeckung seines Werks.
Der Film erzählt ohne Moderation – aus Orten, Briefen, Partituren, Archivmaterial, Musik und Gesprächen. Sein dramaturgisches Prinzip ist Korngolds eigenes, das Leitmotiv: Das Lied „Glück, das mir verblieb“ aus „Die tote Stadt“ begleitet den Film und gewinnt mit jeder Station von Korngolds Leben neue Bedeutung. Heutige Interpretationen sowie Film- und Game-Musik machen hörbar, was von seiner Methode fortlebt. Nicht Korngold klingt wie Filmmusik – Filmmusik klingt bis heute nach Korngold.
Eckdaten
- Länge
- ca. 52 Min.
- Englischer Titel
- KORNGOLD – The Sound of Hollywood Came from Vienna
Credits
- Regie
- Barbara Weissenbeck
- Buch
- Martin Pichl
- Koproduktion
- SCARLATTI Arts, ORF und ARTE
- Gefördert von
- Filmfonds Wien und Fernsehfonds Austria

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